Renate Ohr
                                                                                                                              Professorin für Volkswirtschaftslehre, Göttingen

Prof. Dr. Renate Ohr - Forschungsschwerpunkte

 Sapere aude!
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes,
sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Sapere aude! Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Immanuel Kant

Europa und die Europäische Währungsunion

Forschungsschwerpunkte in diesem Bereich sind die Europäische Integration, währungstheoretische und währungspolitische Themen und Fragen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften. Im Zusammenhang mit ihrer Kritik am Vertrag von Maastricht und der raschen Einführung der Europäischen Währungsunion ist Renate Ohr vielfach an die Öffentlichkeit getreten. Sie war 1992 Initiatorin des Manifests der 62 Professoren gegen den Vertrag von Maastricht und 1998 Mitinitiatorin eines Manifests von mehr als 160 Professoren gegen eine zu frühe Einführung des Euro. In den Folgejahren befasste sie sich mit allen Fragen zur Europäischen Integration (Binnenmarkt, EU-Osterweiterung, Eurokrise, Brexit...). An ihrer Professur wurde auch der EU-Integrationsindex entwickelt.

Aktuelles Projekt: Konvergenz oder Divergenz durch EU und Euro?

 



Gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Heimtierhaltung für die deutsche Volkswirtschaft

Die „Heimtierstudie 2019: Ökonomische und soziale Bedeutung der Heimtierhaltung in Deutschland“ ist nun vollständig (inklusive aller Einzelergebnisse der Tierhalterbefragung) unter "Heimtierstudie 2019 final“ (PDF) abrufbar! (Bitte nur mit Quellenangabe daraus zitieren.)

 Die Studie beinhaltet eine Aktualisierung der Vorgängerstudie "Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung“ aus dem Jahr 2014. Ziel war es, alle Ausgaben/Umsätze, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit der Heimtierhaltung anfallen, zu erfassen bzw. zu schätzen, um damit den gesamtwirtschaftlichen Stellenwert der Heimtierhaltung in Deutschland neu zu quantifizieren. Interessante Entwicklungen finden sich z.B. im Bereich Tiermedizin, Tierversicherungen, Tierbestattungen, Online-Handel bei Tierfutter und Tierzubehör. Vorgestellt werden auch alle Einzelergebnisse der eigenen Online-Tierhalterbefragung, an der 5.290 Hunde- und Katzenbesitzer teilgenommen haben.

In der Vorgängerstudie ("Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung") aus dem Jahr 2014 wurden verschiedenste Aspekte der wirtschaftlichen Bedeutung der Heimtierhaltung in Deutschland erstmalig quantitativ erfasst. Die umfassende Studie präsentiert Umsatzzahlen zu Heimtierernährung, Zubehör, Heimtiergesundheit, Zucht, Tierversicherungen, Tierpensionen, Tierbestattungen, Hundeschulen, Tierheimen, Tierbüchern und vieles mehr - getrennt nach Hunden, Katzen, Ziervögeln, Zierfischen, Kleintieren.  Eine englische Version finden Sie hier.

 



Auerbachs Kinderkalender

- eine interdisziplinäre Analyse eines Kinder-Jahrbuchs aus den Jahren 1883 - 1966

Der Auerbachs Kinder-Kalender entstand 1883 zur Weihnachtszeit als „Festgabe für Knaben und Mädchen jeden Alters“ und ist als Jahrbuch für Kinder mit vielen Geschichten, Gedichten, Rätseln und regelmäßigen Rubriken nahezu kontinuierlich bis zum Jahr 1966 erschienen: 75 Bände, beginnend noch im Kaiserreich, über den ersten Weltkrieg hinweg, durch die Zeit des Nationalsozialismus, über den zweiten Weltkrieg und schließlich – nach einer mehrjährigen Pause – noch einmal in den 50er und 60er Jahren.

 Projekt: Da sich in Kinderbüchern  zumeist die gesellschaftlichen Wertvorstellungen widerspiegeln, müssten  im Vergleich dieser Jahrbücher, die über einen so langen Zeitraum in nahezu unveränderter Konzeption herausgegeben wurden, auch die Veränderungen der gesellschaftlichen Wertvorstellungen identifizierbar sein. Dies soll anhand des „Auerbachs“ untersucht werden. Der erste Schritt, alle 75 Bände wieder zu finden, ist gelungen...